Die Version 2007/2008 folgt nach Fertigstellung


Qualitätsprogramm der Grundschule Horstring Landau i. d. Pfalz


1. Leitvorstellungen unserer Schule

Die Gesamtkonferenz hat am 16. Juli 2003 folgende Leitvorstellungen verabschiedet:

Kolleginnen, Kollegen und Eltern

- sehen eine wichtige Aufgabe darin, den Kindern nicht nur Wissen beizubringen, sondern sie zu erziehen und Sozialkompetenzen zu vermitteln.

- möchten die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten und gemeinschaftsfähigen Menschen erziehen, die Respekt und Toleranz gegenüber ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, gegenüber ihren Lehrerinnen und Lehrern, gegenüber dem Schulpersonal und gegenüber ihren Eltern und Mitmenschen zeigen. Dabei legen wir großen Wert auf Konfliktlösungs-, Kommunikations- und Teamfähigkeit, die für uns wichtige demokratische Sozialkompetenzen darstellen.

- möchten die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen Menschen erziehen, die sich Wissen auch selbst aneignen können, die dazu notwendige Leistungsbereitschaft besitzen und die mit ihrem Wissen und den erworbenen Kompetenzen verantwortungsvoll umgehen und zur Lösung neuer Probleme nutzen können.

- streben an, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch im Bereich der neuen Medien Erfahrungen sammeln, die ein verantwortungsvolles Umgehen mit den dargebotenen Inhalten ermöglichen.

Grundlage unserer Arbeit soll Vertrauen und eine von gegenseitigem Respekt, Toleranz, Verständnis und Verlässlichkeit geprägte Atmosphäre sein.

2. Unsere Schwerpunkte des vergangenen Jahres

- Wir waren bisher bemüht, unseren Schülerinnen und Schülern der zweiten Klassen in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften den Umgang mit dem Computer beizubringen. Dabei wurde ein Einstieg in die Möglichkeiten der Textverarbeitung, der Umgang mit der Suchmaschine ?Blinde Kuh?, das Benutzen von Bildern und Texten aus dem Internet und das Einsetzen dieser Inhalte in eigene Dokumente zur Informationsspeicherung erlernt. Dies soll als Grundlage in den folgendenden Jahren weiter ausgebaut werden.

- Wichtig war uns auch, dass unsere Schülerinnen und Schüler gegenüber fremden Sprachen und Kulturen aufgeschlossenen sind. Deshalb wollen wie weiterhin neben Englisch als integrative Spracharbeit in der dritten und vierten Klasse auch Französisch als Arbeitsgemeinschaft für die vierten Klassen angeboten.

- Im Bereich Sport soll es auch weiterhin möglich sein, das Sportabzeichen nachmittags abzulegen, die Einbeziehung eines gezielten Ausdauertrainings für das Laufabzeichen im Sportunterricht am Vormittag anzubieten und möglichst alle Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen zu Schwimmern auszubilden.

- Die sehr gute und erfolgreiche integrierte Förderung von Schülerinnen und Schülern durch Lehrkräfte der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen soll weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Angebote sein. Dabei soll der Schwerpunkt in den ersten beiden Schuljahren liegen, in Ausnahmefällen wird die Förderung aber auch in den folgenden Klassenstufen fortgeführt.

3. Für die nächsten zwei Jahre (01.08.03 - 31.07.05) legen wir zusätzlich folgende Schwerpunkte fest:

3.1. Erleichterung des Übergangs

3.1.1. vom Kindergarten in die Grundschule

Frühjahr/Sommer:

- Die Kindergärten veranstalten Ende Februar/Anfang März einen Elternabend für die Eltern der Schulanfänger. Die GS Horstring wird dazu eingeladen und sendet mindestens eine/n Vertreter/in.

- Jeder Kindergarten wird seine Schulanfänger auf die verschiedenen zu bildenden (2 oder 3) Klassen bis Mitte März verteilen.

- Gemeinsames Gespräch mit den Leiterinnen und den Gruppenleitern der drei Kindergärten und dem Förderkindergarten, den zukünftigen Erstklasslehrern und der Schulleitung vor den Osterferien. Dabei werden die Klassen gemeinsam zusammengestellt. Der Termin, wann die Schulanfänger ihre Lehrer besuchen, wird gemeinsam festgelegt.

- Spätestens eine Woche nach dieser Konferenz liegen die Klassenlisten jedem Kindergarten und jeder/jedem Erstklasslehrer/in vor.

- Die Schulanfänger erhalten nach den Osterferien von ihren zukünftigen Lehrern eine Einladung zum Schulbesuch, damit auch die Eltern wissen, welche/n Lehrer/in ihr Kind bekommt. Diesem Schreiben liegt auch die Bücherliste bei.

- Zur Einschulungsfeier (wegen der Vorbereitungen am 2. Schultag) im neuen Schuljahr werden auch die Schulanfänger des nächsten Jahres mit ihren Erzieherinnen eingeladen. Die Feier wird von der Schule vorbereitet.

Herbst/Winter:

- Im November findet eine gemeinsame Sitzung der Erstklasslehrer/innen der GS Horstring und den Kindergärten statt, um Rückmeldungen über den Entwicklungsstand der eingeschulten Kinder an die Erzieherinnen weiterzugeben. Dabei wird auch über den momentanen Stand der schulischen Fördermaßnahmen informiert.

Weitere wünschenswerte Zusammenarbeit:

- Die KG übernehmen die Untersuchung auf phonologische Probleme ein Jahr vor Schulanfang. Zur Diagnose empfiehlt die Schule das Programm Bielefelder Screening (BISC) von 1998.

- Gefördert werden zumindest die förderungsbedürftigen Kinder, besser jedoch alle Schulanfänger im letzten Kindergartenjahr. Empfohlen wird von Seiten der Schule das Würzburger Trainingsprogramm.

- Die Schule wird über den noch zu leistenden Förderbedarf vor Schuleintritt informiert und führt mit den betreffenden Schülern eine entsprechende Fördermaßnahme in Verbindung mit den Sonderschullehrern weiter, z.B.: Diagnose und Förderung im Schriftsprachenerwerb (Auer 3484 bzw. 8483).

- Gegenseitige Hospitation ist nach Anmeldung möglich und erwünscht.

- Zusätzlich findet pro Halbjahr ein Gespräch mit den Leiterinnen der Kindertagesstätten und der Schulleitung statt.

- Überprüft werden sollen die Maßnahmen durch Erfahrungsberichte der teilnehmenden Lehrer/innen und der jeweiligen Eltern.

3.1.2. von der Grundschule in die weiterführenden Schulen

- Es besteht eine AG Deutsch und eine AG Mathematik mit den Fachkonferenzleiter/innen der GS und der weiterführenden Schulen, die an zwei bis vier Tagungen im Jahr an einer besseren Koordination in diesen Fächern arbeiten und sich gegenseitig abstimmen. Ansprechpartner/innen hierfür sind die entsprechenden Lehrer/innen in Abstimmung mit der Schulleitung.
Anhand der Erfahrungsberichte der Lehrer/innen unserer Schule und der weiterführenden Schulen soll diese Maßnahme auf ihre Eignung überprüft werden.

- Außerdem gibt es auch ein halbjährliches Treffen der Schulleiter/innen der GS und der weiterführenden Schulen. Eingeladen wird hierzu vom jeweiligen Vorsitzenden der SL-AG in Landau.
Evaluieren wollen wir die Maßnahme durch die Erfahrungsberichte beim Treffen der Schulleiter/innen der Grundschulen und der weiterführenden Schulen.

3.2. Verbesserung der mathematischen Fähigkeiten und Fertigkeiten:

- Verfügungsstunden sollen im vierten Schuljahr für eine gezielte Förderung der guten Schüler/innen in Mathematik benutzt werden

- Eine freiwillige Teilnahme der 3./4. Klassen am Känguru-Wettbewerb ist für die kommenden Jahre vorgesehen. Die Ergebnisse werden auch signalisieren, ob eine Verbesserung der mathematischen Leistungen bei den Schüler/innen erreicht wurde.

Für unseren Mathematikunterricht haben wir uns
folgende Schwerpunkte vorgenommen:

- verstärkte Arbeit in Geometrie
Evaluiert wird diese Maßnahme in den Klassenstufen 3 und 4 durch eine klassenübergreifende Mathematikarbeit pro Halbjahr, die die entsprechenden Ziele überprüft (gemeinsame Erstellung und Auswertung).

- verstärkte Arbeit mit Uhr und Kalender
Evaluiert wird diese Maßnahme in den Klassenstufe 2 durch eine klassenübergreifende Mathematikarbeit pro Schuljahr, die die entsprechenden Ziele überprüft (gemeinsame Erstellung und Auswertung).

- verstärkte Arbeit mit Textaufgaben.

- verstärkte Schulung des mathematischen Denkens durch vermehrten Einsatz von Knobelaufgaben.

3.3. Verbesserung der Lesekompetenz:

?Pultbuch?

Der/Die Klassenlehrer/in kauft mit Unterstützung des Fördervereins für jede/n Schüler/in ein Buch, das in der Schule gelesen und ausgetauscht wird. So können bis zu 20 Bücher im Jahr gelesen werden. Bücherlisten (Antolin) und gute Bezugsquellen werden durch die Fachkonferenz zusammengestellt.
Eine Möglichkeit das Leseverständnis zu überprüfen, wäre die Benutzung der Internetseite ?www.antolin.de?.
Evaluiert wird diese Maßnahme durch den gemeinsamen Austausch unter den Deutschlehrer/innen.

Lesetag/e

Alle zwei Jahre finden schulintern Lesetag/e statt mit ...

- einem Lesewettbewerb

- einer Autorenlesung

- dem Vorstellen von Lieblingsbüchern

- einer Bücherausstellung

- ...

Büchereibenutzung

Die Schüler/innen der 2./3./4. Klassen gehen regelmäßig in die Horstbücherei, um sie besser kennenzulernen und Bücher zu lesen, auszuleihen und abzugeben. Die Termine in der Bücherei erfolgen nach Absprache mit Frau Hans (50279) und mit den Deutschlehrer/innen der entsprechenden Klassen.

Klassenlektüre

Pro Jahr wird ein gemeinsames Buch in jeder 2., 3. und 4. Klasse gelesen.
Die Schule schafft von 4 Kinderbüchern je 30 Exemplare nebst Zusatzmaterial (AOL, ...) an.
Die Fachkonferenz legt die entsprechenden Titel fest.
Evaluieren wollen wir die Maßnahme mit einer schriftlichen Überprüfung.

4. Ziele zur Verbesserung der schulischen Arbeit:

- Die Lehrer/innen wollen sich gegenseitig vermehrt unterstützen, gezielt zusammenarbeiten und in den jeweiligen Klassenstufen Absprachen treffen.

- Die Lehrer/innen der Schulstufen drei und vier schreiben mindestens eine Arbeit pro Halbjahr in den Hauptfächern, die gemeinsam zu gestalten und auszuwerten ist.

- Die Lehrer/innen machen die Notengebung für die Eltern transparent, so dass diese das Zustandekommen der Noten nachvollziehen können.

- Die Schulleitung, die Lehrer/innen und die Eltern helfen mit, die Klassenräume freundlicher zu gestalten. Im Einzelfall sollen Möbelstücke angeschafft bzw. ausgetauscht werden.

- Die Schulleitung, die Lehrer/innen und der Schulelternbeirat versuchen, die Ergebnisse ihrer Arbeit verstärkt nach außen zu transportieren.

- Die Schulleitung arbeitet kooperativ mit dem Kollegium zusammen, indem sie rechtzeitig über wesentliche Vorgänge in der Schule informiert und die Meinung des Kollegiums mit einbezieht.

5. Elternmeinung

Die Eltern stimmen dem Programm im Wesentlichen zu. Sie würden sich wünschen, dass für die begabten Kinder eine zusätzliche früher einsetzende Förderung möglich und mehr Stunden für zusätzliche Arbeitsgemeinschaften vorhanden wären.